meine Arbeitsweise : meine Philosophie
Ungefärbte Stoffe aus Naturmaterialien, wie Seide, Wolle, Leinen, Baumwolle, sind das Ausgangsmaterial der von mir gestalteten Unikatkleidung. Unerschöpfliche Möglichkeiten des Ausdrucks bieten das Färben, Bedrucken, die Bemalung, das Plissieren der Stoffe, aus denen ich Textilunikate gestalte. Der bewusste Verzicht auf traditionelle Techniken, z.B. Missachtung des Fadenlaufs oder Einsatz der Naht als Gestaltungselement, die ich damit aus ihrer sonst angestrebten Unscheinbarkeit hole, sind häufig von mir angewandte Arbeitsweisen. Eine gewisse Liebe zur Unvollkommenheit spiegelt sich in der Asymmetrie wieder.
Den Prozess des Kleidermachens verstehe ich als dynamisch. Häufig wird er durch gewünschte oder sogar provozierte Zufälle begleitet. Das Aufgreifen und Bearbeiten dieser Zufälle erfordert Flexibilität, die nicht selten ins Experiment führt.
Bei der Herstellung der ein- oder mehrteiligen Kleidungsstücke strebe ich keine objektive Aussage an. Es entstehen Teile mit objekthaftem Charakter. Der Mensch, der diese Kleidung trägt, gibt ihr ihre individuelle Bestimmung.
Eigenart statt Eitelkeit
Das Kleid als zweite Haut soll atmen. Deshalb verwende ich fast ausschließlich Naturmaterialien. Ein natürlicher Alterungsprozess findet statt. Er wird als Zeuge einer Zeit betrachtet. Falten und ähnliches werden schon bewusst in die Gestaltung mit aufgenommen.
Textiler Schmuck ergänzt die Kleidung, ohne an Eigenständigkeit zu verlieren. Er kommentiert kleine Botschaften und bewahrt außen wie innen Leichtigkeit.
Liebe zum Spiel ohne verspielt zu sein